{"id":256,"date":"2025-10-15T09:39:42","date_gmt":"2025-10-15T09:39:42","guid":{"rendered":"https:\/\/triathlon-werdau.de\/?p=256"},"modified":"2025-10-15T09:43:24","modified_gmt":"2025-10-15T09:43:24","slug":"einen-traum-verwirklicht-trotz-unmoeglicher-voraussetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/triathlon-werdau.de\/?p=256","title":{"rendered":"Einen Traum verwirklicht trotz unm\u00f6glicher Voraussetzung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"461\" src=\"https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1-1024x461.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-262\" srcset=\"https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1-1024x461.jpg 1024w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1-300x135.jpg 300w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1-768x346.jpg 768w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1-1536x691.jpg 1536w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0000-1.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 14. September um 07:38 Uhr Ortszeit in Nizza begann mein Traum. Es war angerichtet und die Wettervorhersage war vielversprechend. Der Ironman World Championchip 2025 begann. Auch an diesem Tag mussten 3,8km geschwommen, 180km Rad gefahren und 42,195 gelaufen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwimmbedingungen waren in Ordnung und es durfte auf Grund der hohen Temperaturen von \u00fcber 25,5 \u00b0C nur ohne NEO geschwommen werden. Auf H\u00f6he der Richtungswechsel-Bojen, ca. 800m weit im Mittelmeer, war der Wellengang etwas intensiver. Ich versuchte ruhig zu bleiben, denn ich hatte eines meiner 3 gesteckten Ziele vor Augen: Ich m\u00f6chte das Schwimmen beenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum dieses niedrig gesteckte Ziel, wo ich mich doch noch im Juni beim Ironman Frankfurt mit einer guten Wettkampfzeit qualifizieren konnte. Bei mir wurde 6 Wochen vor den Weltmeisterschaften ein Leistenbruch festgestellt, der operiert werden musste. \u201eAn diesem Tag hatte ich mit Nizza abgeschlossen, da die Schonzeit ca. 4Wochen nach erfolgten OP-Termin eingehalten werden musste\u201c. D.h. es war nahezu ausgeschlossen noch gesund an der Startlinie zu stehen. Doch wie auch inmitten eines Wettkampfes gibt es \u201eTiefen\u201c, die es zu \u00fcberwinden gilt und nicht aufzugeben. Also wurde ich dank meiner Mama bei einem Chirurgen vorstellig und dieser stellte nochmal alles auf den Kopf. Der Chirurg war ein wahrer Gl\u00fccksfall. Ich war in die richtigen H\u00e4nde gelangt. Mit medizinischer Kompetenz und Organisationstalent erm\u00f6glichte er mir 5 Wochen vor Wettkampf einen OP-Termin.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach nur 5 Wochen nach OP-Termin stand ich nun an der Startlinie und konnte teilnehmen. \u201eEine Vorbereitung von 8 Tagen sollten ausreichen, denn ich glaubte, dass noch genug im Tank war von den 2 Jahren Vorbereitung zuvor.\u201c Jedoch stellte sich heraus das 6 Wochen komplette Ruhe doch wie ein Neuanfang sind. Daher stellte ich mir die 3 Ziele: \u201e1. Schwimmen absolvieren \u2013 sollte es hier nicht mehr weiter gehen, dann hast du es versucht. 2. Radfahren absolvieren \u2013 Dieses Ziel war nur realistisch, wenn alles gut l\u00e4uft, denn ich wusste nicht, was bei der langen Zeit in der AERO \u2013 Position passiert. Das 3. und h\u00f6chste und f\u00fcr meine Vorstellung nicht zu erreichende Ziel war das \u201eAnkommen\u201c im Zielbereich.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Schwimmens f\u00fchlte ich mich ganz gut und konnte bei den ersten 800m sogar an meinen Vorderf\u00fc\u00dfen dranbleiben. Jedoch merkte ich, dass ich nun bei einer Weltmeisterschaft bin und das Tempo wurde h\u00e4rter. Doch nach den ersten von Adrenalin gepeitschten 800m musste ich die vor mir Schwimmenden ziehen lassen und schwamm mein eigenes Tempo. Nach weiteren 1000m kam schon das hintere Schwimmfeld der nach uns gestarteten Welle (AK45-49). Ich dachte es kommen Delfine vorbei geschwommen, so schnell waren die ersten Athleten. Nach 1:25h kam ich aus dem Wasser und war mit dieser Zeit ganz zufrieden. Die letzte Schwimmeinheit vor dem Wettkampf war sehr entt\u00e4uschend und ich rechnete mit l\u00e4ngeren Zeiten. Erstes Ziel war geschafft und so ging ich mein zweites Ziel \u2013 Das Radfahren \u2013 an. Ich haderte lange, ob ich mein Zeitfahrrad und mein normales Rennrad auf die Strecke nehme, da diese Radstrecke es echt in sich hatte. Ich dachte: Berge liegen mir und damit werde ich weniger Probleme haben, als die gebeugte Position auf dem Zeitfahrrad. Jedoch verlangte diese Radstrecke alles ab und es wurde mir klar, warum dieser Ort als Alternative zu Hawaii gew\u00e4hlt wurde. Anstiege von \u00fcber 12% und eine Auffahrt in die Seealpen von \u00fcber 15km. Die Natur und das Panorama entsch\u00e4digten f\u00fcr Alles. Nach dem ich oben auf dem Plateau angekommen war, stellte sich ein kr\u00e4ftiger Wind ein, sodass die Belastung vom Berg nicht abriss. Das ging es zu den langen Abfahrten und auch die hatten es in sich. Nach ca. 155-160km durfte die Konzentration nicht nachlassen, denn eine kleine falsche Entscheidung und schnelle Handlung, k\u00f6nnte das Eigene aber auch das Leben eines anderen Teilnehmers gef\u00e4hrden. Nach knapp 06:53h war die rasante Fahrt vorbei. Erstaunlicherweise ging es mir immer noch gut und die Leiste lie\u00df noch nicht von sich h\u00f6ren. Bis jetzt war f\u00fcr mich Alles erreicht, was ich mir vorstellen konnte, dennoch versuchte ich den Marathon zu beginnen. Nach ca. 2 km merkte ich jedoch, dass die Leistengegend stechend schmerzte, sodass ich das Tempo reduzieren und die Schrittl\u00e4nge verkleinern musste. Dann folgte Schritt auf Schritt und Kilometer fuer Kilometer und Verpflegungsstation nach Verpflegungsstation. Es waren 4 Runden zu laufen und&nbsp; nach der letzten Wende waren es noch 5 Kilometer. Es waren, die mit Abstand sch\u00f6nsten letzten 5 Kilometer, die ich in einem IRONMAN-Wettkampf bisher hatte. Als ich durch die Ziellinie lief, hatte ich G\u00e4nsehaut und anders als in Frankfurt konnte ich auch diesmal meine Familie in Empfang nehmen. Einer der sch\u00f6nsten Gef\u00fchle, die man sich vorstellen kann. Erleichtert und von Dopamin \u00fcbermannt sa\u00df ich im Ziel und versuchte zu Begreifen, was gerade passiert war.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Athlet mich fragen w\u00fcrde, ob er nach einer Leisten-OP 5 Wochen sp\u00e4ter starten sollte, w\u00fcrde ich abraten, da es echt unvern\u00fcnftig ist aber ich glaube ich w\u00fcrde es noch einmal so machen, wenn ich vor der Entscheidung stehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz besonderen Dank geht an meine Familie, an Herrn Dr. Nefedov und an die Sponsoren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"461\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0001-461x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-257\" srcset=\"https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0001-461x1024.jpg 461w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0001-135x300.jpg 135w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0001-691x1536.jpg 691w, https:\/\/triathlon-werdau.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG-20251003-WA0001.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. 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